Dersumer Investor vor Baustart für Zentralgebäude – Geothermiezentrum zieht nach Heede


Hat große Pläne: Investor Hermann Kanne (4. v. l.) präsentierte seine Planungen für das geplante Zentralgebäude im „Green Energy Park“. Unser Foto zeigt (von links) Dörpens Ersten Samtgemeinderat Hans-Hermann Lager, Jens Gieseke, Bürgermeister Antonius Pohlmann, Hermann Kanne, Bürgermeister Hermann Coßmann und Hermann Wocken. Foto: Jürgen Eden

HEEDE. Es kommt Bewegung in das interkommunale Gewerbegebiet „Green Energy Park“ der Gemeinden Heede und Dersum. Nachdem im November letzten Jahres der erste Spatenstich für das neue Zentralgebäude gesetzt wurde, will der Dersumer Investor Hermann Kanne nun mit dem Bau beginnen.

Bei einem Besuch des CDU-Europaparlamentskandidaten Jens Gieseke stellte Kanne sein Projekt vor. Gemeinsam mit der Hanrath-Gruppe aus Papenburg will Kanne das zentrale Gebäude auf dem Areal errichten.

Ab dem 1. Dezember sollen dort Kanne zufolge verschiedene Mieter wie beispielsweise das internationale Geothermiezentrum aus Bochum ihre Büros beziehen. Heede wird damit Forschungsstandort für die Energieerzeugung mit Erdwärme. Aber auch die Energiespeicherung, das Kommunikationsmanagement und die Effizienzsteigerung von Dampfturbinen sollen künftig im Emsland von Universitäten aus Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und den benachbarten Niederlanden erforscht werden. „Es gibt vielversprechende Kontakte mit der Hochschule Groningen“, sagt Dörpens Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken (CDU).

Maßgeblich an dem Gesamtprojekt beteiligt ist die Papenburger Firma Hanrath mit Projektleiter Oliver Kugland. Er hat einen Lehrauftrag an der Hochschule Osnabrück- Lingen und mit Studenten bereits im Vorfeld eine Fallstudie für Heede als Geothermie- Standort erstellt.

Offen ist unterdessen weiterhin, ob in dem Gewerbegebiet an der Autobahn 31 ein Geothermie-Kraftwerk gebaut wird. Das entscheidet sich Wocken zufolge in etwa sechs Monaten. Dann wird eine derzeit laufende Machbarkeitsstudie vorlegt. Bei dem Vorhaben hat Wocken das Land Niedersachsen im Rücken. Denn rund 250 000 Euro, also 90 Prozent der Kosten, kommen für die Erstellung der Machbarkeitsstudie aus dem Landeshaushalt.

Fasziniert von den Ideen zeigte sich CDU-Europaparlamentskandidat Gieseke bei seinem Besuch in der Emsgemeinde. Die Geothermie sei bisher eher stiefmütterlich behandelt worden. „Umso mehr freut es mich, dass hier im Emsland nun Meilensteine in der Forschung gesetzt werden sollen“, so Gieseke im Gespräch mit dem Investor und Gemeindevertretern.