SPD Bundestags-Abgeordneter Markus Paschke zu Gast im Rathaus Dörpen – Green Energy Park vorgestellt


Gedankenaustausch im Rathaus Dörpen mit (v. l.) SG-Bürgermeister Hermann Wocken, Bürgermeister Manfred Gerdes, Erstem SG-Rat Heinz-Hermann Lager, SPD-Bundestagsabgeordnetem Markus Paschke und Heinz Dirksen, SWF-Fraktionssprecher im SG-Rat. Foto: privat

pm Dörpen. Einen Antrittsbesuch hat der SPD-Bundestagsabgeordnete Markus Paschke der Samtgemeinde (SG) Dörpen abgestattet. Bei dem Gedankenaustausch im Rathaus traf Paschke mit Spitzenvertretern von Samtgemeinde und Gemeinde Dörpen zusammen.

Zentrale Gesprächsthemen zwischen dem Bundestagsabgeordneten und den SG-Vertretern waren die künftige Infrastrukturpolitik der schwarz-roten Bundesregierung sowie die Energiepolitik. Zu Fragen der Energiepolitik berichtete SG-Bürgermeister Hermann Wocken über die „aktuell sehr erfreuliche Entwicklung“ des Green Energy Parks. Das interkommunale Industriegebiet an der Anschlussstelle der Autobahn A 31 Dörpen/Heede sei ausschließlich für Betriebe aus der Branche der erneuerbaren Energien ausgewiesen. Der Standort solle unter anderem zu einem bundesweiten Vorzeigeprojekt ausgebaut werden – als Lehr- und Entwicklungszentrum für Geothermie (Erdwärme).

Der Anfang wurde nach Darstellung von Wocken Ende November mit dem Spatenstich für ein Verwaltungsgebäude gemacht. Direkt nebenan solle in einigen Jahren ein Geothermie- Kraftwerk in Betrieb gehen. Gefördert werden solle Wärme aus einer Tiefe von bis zu 5000 Metern, falls eine entsprechende Machbarkeitsstudie positiv ausfällt. Paschke unterstrich in diesem Zusammenhang, dass er „in der bisher wenig erforschten Erdwärme gerade aufgrund ihrer Grundlastfähigkeit ein großes Potenzial als Energieträger“ sehe.

Als wichtigen Standortfaktor für die Samtgemeinde Dörpen nannte Wocken die gute Anbindung an die drei Verkehrsträger Straße, Schiene und Wasser. Bedenken der kommunalen Vertreter, dass Sanierung und Ausbau von Wasserwegen im Vergleich zu Bahn und Straße zu kurz kommen würden, konnte Paschke weitgehend zerstreuen. Der Koalitionsvertrag sehe eine gleichberechtigte Förderung der drei Verkehrsträger vor. Für ein ganzheitliches und nachhaltiges Gesamtkonzept im Bereich der Verkehrsinfrastruktur sei allerdings eine stärkere Förderung im Bereich der Wasserstraßen unabdingbar, bekräftigte der SPD-Politiker.

Paschke, der bei dem Gespräch im Dörpener Rathaus auch aus seinen ersten Wochen als Abgeordneter in Berlin berichtete, sicherte zu, Ansprechpartner für die Region sein zu wollen und entsprechende Anliegen direkt zu behandeln.