Spatenstich für erstes Gebäude im interkommunalen Gewerbegebiet „Green Energy Park“


Mit viel Schwung: Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken, Kreistagsvorsitzender Hermann Schweers, Landtagspräsident Bernd Busemann, Bürgermeister Antonius Pohlmann, Dersums Bürgermeister Hermann Coßmann und die Investoren-Vertreter Herbert Hanrath, Oliver Kugland und Hermann Kanne (von links) packen kräftig an. Foto: Stefan Prinz

Heede/Dersum. Der erste Spatenstich im „Green Energy Park“ Heede/Dersum ist gemacht. Am Samstag griffen in dem neuen interkommunalen Gewerbegebiet Politiker und Investoren für ein Verwaltungsgebäude zum Spaten.

In das neue Gebäude unmittelbar neben der Autobahn sollen in genau einem Jahr insgesamt 24 Mitarbeiter einziehen, die Bauherren über die Möglichkeiten von Erdwärme informieren sollen. „Interessierte können hier vorbeikommen, einen Kaffee trinken und sich über die Möglichkeiten von Geothermie beraten lassen“, so Heedes Bürgermeister Antonius Pohlmann. Ein Gebäude, in dem an 365 Tagen im Jahr Beratungsdienstleistungen angeboten werden sollen. In dem Gebäude sollen auch Café und Bistro eröffnet werden. „Es wird nicht bei dem einen Gebäude bleiben“, ist sich Pohlmann sicher. Der Standort soll zu einem Vorzeigeprojekt für ganz Deutschland ausgebaut werden – als Lehr- und Entwicklungszentrum für Geothermie. Bereits jetzt gebe es zahlreiche Interessenten, die sich in dem interkommunalen Gewerbegebiet niederlassen wollten. Dieses erste Verwaltungsgebäude solle jedenfalls zu einer Begegnungsstätte für Industrie und Privatpersonen ausgebaut werden. Aber das sei erst der Anfang. Denn bereits in rund fünf Jahren werde gleich nebenan ein Geothermiekraftwerk in Betrieb gehen. Das ist zumindest der Plan. Die Papenburger Hanrath-Gruppe und die Dersumer Kanne Group wollen für gut 48 Millionen Euro ein Geothermiekraftwerk errichten. Damit soll Wärme aus einer Tiefe von bis zu 5000 Metern gefördert werden.

Hanrath-Chef Herbert Hanrath hat an der Verwirklichung keine Zweifel: „Das ist keine Luftblase.“ Ob das Vorhaben umgesetzt werden kann, muss zunächst mithilfe einer 250 000 Euro teuren Machbarkeitsstudie geprüft werden. „Die Förderzusage durch das Land Niedersachsen erwarten wir stündlich“, gibt sich Oliver Kugland, Mitglied der Geschäftsführung der Hanrath-Gruppe, zuversichtlich. Bis zum Wochenende gab es aber noch kein grünes Licht aus Hannover.

Lob vom Präsidenten
Landtagspräsident Bernd Busemann (CDU) lobte, dass es „emsländischen Eigengewächsen gelungen ist, hier auf dem nackten Acker“ ein solches Gewerbegebiet mit bundesweitem Modellcharakter aus dem Boden zu stampfen.